Grundsätzlich gilt, dass man bei overnight LONG Finanzierungskosten zahlt und bei overnight SHORT eine Zinsgutschrift (Finanzierungskosten) erhält.
Die Finanzierungskosten
setzen sich aus den variablen Kapitalmarktzinsen (EURIBOR)
und einem Zuschlag, abhängig vom Markt, zwischen
1,50% und 4,00% zusammen.
Beim "daytrading" sind keine Finanzierungskosten nötig.
Beim "overnighttrading" in LONG Positionen müssen Finanzierungskosten gezahlt werden.
Beim "overnighttrading" in SHORT Positionen erhält man Finanzierungskosten.
Beispiel:
Zum
näheren Verständnis möchten wir einen
Kapitalmarktzins von 3,00% annehmen, den Zuschlag
von 2,50% hinzuaddieren und erhalten 5,50% Finanzierungskosten
pro Jahr.
Bei einem overnight LONG Handelsvolumen von 10.000
EURO und 5,50% (3,00%+2,50%) ergeben sich 550,00 EURO
Finanzierungskosten pro Jahr.
Man zahlt, bei LONG, somit 1,51 EURO (550 / 365) pro
Übernachtung.
Bei einem overnight SHORT Handelsvolumen von 10.000
EURO und 0,50% (3,00%-2,50%) ergeben sich 50,00 EURO
Zinsgutschrift (Finanzierungskosten) pro Jahr.
Man erhält, bei SHORT, somit 0,14 EURO (50 /
365) pro Übernachtung.
Daytrading
Daytrading ist, wenn die gleiche Aktie (Index, Sektor) innerhalb einer Börsensitzung, also eines Börsentages gekauft und wieder verkauft (oder umgekehrt im Falle eines Leerverkaufs) wird. Ausschlaggebend für den Begriff "daytrading" ist die Tatsache das man keine offene Position über Nacht hält.
Overnighttrading
Overnighttrading ist, wenn die gleiche Aktie (Index, Sektor) innerhalb einer Börsensitzung, also eines Börsentages gekauft und frühestens zur nächsten Börsensitzung wieder verkauft (oder umgekehrt im Falle eines Leerverkaufs) wird. Ausschlaggebend für den Begriff "overnighttrading" ist die Tatsache das man offene Position über Nacht hält.